Start der Anmeldung zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Akteure und Interessierte der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV),
wir freuen uns heute den Start der Anmeldephase für die Kampagnenwoche vom 16. bis 24. November 2019 zu verkünden!

Wir laden Sie hiermit herzlich ein, Teil der Europäischen Woche der Abfallvermeidung zu werden – Europas größter Kommunikationskampagne rund um die geltende Abfallhierarchie. In über 30 Ländern fanden 2018 mehr als 14.000 Aktionen statt. Werden Sie aktiv, indem Sie eigene Projekte vorstellen und Aktionen vor Ort organisieren. Unser gemeinsames Ziel ist es, viele Europäerinnen und Europäer für die Notwendigkeit zur Abfallvermeidung zu sensibilisieren und neue Wege aus der Wegwerfgesellschaft zu präsentieren. Wir freuen uns auf Ihr Engagement – Öffentliche Einrichtungen, Vereine, Unternehmen, Zivilgesellschaft und Bildungseinrichtungen sind gleichermaßen zum Mitmachen eingeladen.

Anmeldung

Die Frist zur Anmeldung läuft vom 18. September bis 3. November 2019. Hier geht’s zur Anmeldung.

Jahresmotto 2019 „Wertschätzen statt wegwerfen – miteinander und voneinander lernen“

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung beschäftigt sich in diesem Jahr mit der Bildung im Bereich Abfallvermeidung. Ein zentrales Thema ist dabei die Frage, wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene für die Fragen rund um die Abfallvermeidung durch die Bildungsmaßnahmen sensibilisiert werden können. Akteure sind eingeladen, sich an dem Jahresmotto 2019 zu orientieren. Aktionen, die zum Umdenken und zur „Wertschätzung“ verhelfen, sind in diesem Jahr daher besonders gefragt. Alle weiteren Themen rund um die Abfallvermeidung sind ebenfalls willkommen!

Fachveranstaltungen

Die offizielle Eröffnung der EWAV erfolgt am 18. November 2019 im Bundespresseamt in Berlin. Die eintägige Konferenz beschäftigt sich mit den Bildungsangeboten für alle Altersgruppen und den Sensibilisierungsmaßnahmen im Bereich Abfallvermeidung. Wir freuen uns Sie begrüßen zu dürfen!

Übersicht der Aktionen / Best Practice

Eine Übersicht zu allen Aktionen befindet sich auf unserer Homepage.

Hier können Sie sich Anregungen holen, sollten Sie noch keine konkreten Aktionsideen haben.

Wir freuen uns auf eine gemeinsame Kampagne mit Ihnen und stehen für Fragen jederzeit telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung!

Viele Grüße vom
Team Abfallvermeidung


Europäische Woche der Abfallvermeidung / Let’s Clean Up Europe
Verband kommunaler Unternehmen e.V.
Invalidenstraße 91
10115 Berlin

abfallvermeidung@vku.de

www.wochederabfallvermeidung.de

www.letscleanupeurope.de

www.facebook.com/abfallvermeidung

Save the date

Kommunikation in der Abfallwirtschaft

Barcamp: Müll und Klima

23 und 24. Juni 2020 in Bremen
Moderation: Holtin & Maibaum

Worum geht es?
Wie kann die Abfallwirtschaft noch mehr zum Klimaschutz beitragen?
In den Abfallwirtschaftsbetrieben gibt es zahlreiche und vielfältige Ideen, Ansätze, Innovationen und Projekte zur Abfallvermeidung und CO/2 Reduzierung. Mit Kooperationen und Netzwerken können diese Vorhaben viel besser Wirkung entfalten. In dem Barcamp „Müll und Klima“ wollen wir mit Kommunikations-Innovations- und Nachhaltigkeitsverantwortlichen der Abfallwirtschaftsbetriebe Ideen austauschen, konkrete Möglichkeiten diskutieren und vielleicht sogar ein Müll-Klima-Netzwerk starten.

Weitere Informationen finden Sie hier!

Linus und die Abfallvermeidung

Ein Video der ALBA Group:

Linus ist ein unglaublich cooler Typ, denn er weiß, wie man Abfall vermeidet. Wie seht ihr im folgenden Video: https://www.youtube.com/watch?v=S_h3NXfqTMQ

Entsorgung Herne: Modellversuch Solarpapierkörbe in innerstädtischen Bereichen von Herne

Der achtlose Umgang mit Abfällen ist ein gesellschaftliches und umweltrelevantes Problem.
Auch in Herne ist die „Littering“- Problematik ein Thema. In innerstädtischen Bereichen bieten Straßenabfallbehälter („Papierkörbe“) in den gängigen Größen teilweise nicht mehr
genügend Aufnahmekapazität für den steigenden Anteil großvolumigen Mülls, der häufig aus „Food-to-go“ – Verpackungen besteht. Mit Pizzaschachtel, Pommes-Schale und Coffee-to- go- Einwegbecher kommen die herkömmlichen Straßenpapierkörbe bald an ihre Grenzen.

Alternative Lösungen
Entsorgung Herne sucht schon seit längerem nach Alternativen zu den herkömmlichen Straßenpapierkörben für den innerstädtischen Bereich. Auf der IFAT (Fachmesse für Abfallwirtschaft) hatte
Entsorgung Herne im letzten Jahr die Gelegenheit, unterschiedliche alternative Behältersysteme kennenzulernen. Als besonders vielversprechend erwiesen sich Solarpress-Systeme. Es wurde
beschlossen, ein solches System zu testen.

Selbstverpressende Solarpapierkörbe
Entsorgung Herne wird in einem Modellversuch 4 Solarpapierkörben 6 Monate lang testen. Anhand der eigenen Erfahrungen soll dann entschieden werden, ob die Anschaffung solarbetriebener Pressabfallbehälter in innerstädtischen Bereichen sinnvoll ist.
Auf dem Markt werden verschiedene Modelle selbstverpressender Solarpapierkörbe angeboten. Entsorgung Herne hat sich für die Testung für das Modell STUMMER SOLARPRESS der Firma ZOELLER entschieden.

Solarbetriebene Straßenabfallbehälter haben folgende Vorteile:

  • Durch die Abfallverdichtung ist das Fassungsvermögen einer Solarpresse um mehr als das fünffache größer. Wegen des größeren Fassungsvermögens ist kein tägliches Entleeren mehr nötig.
  • Durch das geschlossene System wird ein Überlaufen der Müllbehälter verhindert.
  • Durch das geschlossene System können Tiere wie beispielsweise Ratten oder Tauben nicht an den Inhalt des Mülleimers gelangen.

Da die Solarpapierkörbe Leichtabfälle stark komprimieren können, kommt der Einsatz an stark frequentierten Bereichen infrage. Die Standorte wurden in Abstimmung mit dem Einsatzleiter
Straßenreinigung und den Kollegen, die für die Reinigung in den Innenstadtbereichen zuständig sind, ausgewählt. An folgenden Standorten werden die Behälter aufgestellt:

Bereich Herne
– Taxistand am Herner Bahnhof vor der dortigen Bäckerei BackWerk
– Bahnhofstraße 58 vor der dortigen Bäckerei BackWerk

Bereich Wanne
– Hauptstraße 227 vor dem Imbiss Xtra-Wurst
– Hauptstraße 264 vor der dortigen Bäckerei BackWerk

Ablauf der Testphase
In der Testphase ist bei der täglichen Kontrolle ein Begleitzettel auszufüllen, in dem die Auslastung, der Zustand der Papierkörbe und der Reinigungszustand der direkten Umgebung dokumentiert werden. Eine Leerung der Behälter sollte nicht täglich erfolgen, um die Funktion der Presse auch bei größerer Auslastung der Abfallbehälter zu testen. Der Füllstand ist direkt auf einem Display am Solarpapierkorb ablesbar. Darüber hinaus kann der Füllstand auch online abgerufen und kontrolliert werden.
Nach Abschluss der Testphase erfolgt eine Auswertung der erlangten Ergebnisse.

Online-Portal für Wiederverwender

Oberallgäu – Lindau – Kempten

Der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten hat den ZAK-Marktplatz eröffnet.

Die interaktive Internetplattform bietet den Bürgern und Unternehmen konkrete Handlungsmöglichkeiten gebrauchte Dinge in den Wiederverwendungskreislauf zu bringen oder zu erhalten und umfasst diese Bereiche:

Sie finden den ZAK-Marktplatz unter: www.zak-marktplatz.de

VKU zur Entscheidung des Bundeskartellamts Remondis/DSD

Pressemitteilung vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vom 11.07.2019

„Entscheidung bremst rasante Erosion des Wettbewerbs auf dem Entsorgungsmarkt leicht ab“

Das Bundeskartellamt hat heute bekannt gegeben, dass es den Kauf von Duales System Deutschland (DSD) durch das Entsorgungsunternehmen Remondis untersagen wird. Dazu Patrick Hasenkamp, Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU):

„Wir begrüßen die Entscheidung des Bundeskartellamtes. Das Amt hat seinen Schritt umfassend und mit überzeugenden Argumenten dargelegt. Die Wettbewerbshüter bremsen damit die rasante Erosion des Wettbewerbs auf dem Entsorgungsmarkt zumindest leicht ab.

Remondis, Deutschlands größtes Entsorgungsunternehmen, ist seit Jahren auf Einkaufstour in Deutschland und hat bis dato Dutzende kleine und mittelständische Entsorger übernommen. Der VKU beobachtet die zunehmende Marktkonzentration mit großer Sorge. Wären die beiden Riesen im Markt Remondis und DSD nun auch fusioniert, wäre eine neue Schwelle der Oligopolbildung überschritten gewesen. Mutter- und Tochterunternehmen hätten sich gegenseitig maßgeschneiderte Angebote zuschustern und dadurch Mitbewerber praktisch ausschalten können.

Schon jetzt ist die Situation bedenklich: Remondis hat es in einigen Regionen geschafft, viele oder sogar alle Wettbewerber vom Markt zu verdrängen. Die Folgen: Die Gesetze des Marktes und des Wettbewerbs sind außer Kraft gesetzt. Die Preise steigen. Leidtragende sind die Gebührenzahler.

Viele Kommunen, die sich mit dieser Marktmacht konfrontiert sehen, fragen sich derzeit, ob sie den teuren externen Dienstleister mit der Entsorgung beauftragen oder die Leistung in Zukunft selbst durchführen: Je stärker die Marktdominanz von Remondis ist, umso mehr steigt der Druck der Kommunen zu rekommunalisieren. Einige Kommunen haben sich im Interesse ihrer Bürgerinnen und Bürger bereits zu diesem Schritt entschieden, andere ziehen es in Erwägung.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen appellieren wir an das Bundeskartellamt, die Wettbewerbssituation auf dem Entsorgungsmarkt weiterhin kritisch zu beobachten und insbesondere die im Jahr 2018 angeschobene Sektoruntersuchung zum Wettbewerb in der Hausmüllentsorgung weiter zu verfolgen.“

Hintergrund:

· Remondis ist Deutschlands größter Entsorgungskonzern und seit Jahren auf Wachstumskurs: Umsätze und Mitarbeiterzahlen steigen seit Jahren, ein Grund dafür sind Zukäufe anderer kleiner und mittelständischer regionaler Entsorger.

· Zu den Aktivitäten des Bundeskartellamts: Das Bundeskartellamt hatte sich in zwei Sektoruntersuchungen intensiver mit der Wettbewerbssituation auf dem Entsorgungsmarkt auseinander gesetzt: in der Untersuchung „Duale Systeme“ und in der noch laufenden Untersuchung „Hausmüll“.

· Zur Sektoruntersuchung „Hausmüll“: Das Bundeskartellamt will untersuchen, ob private Anbieter bei Ausschreibungen wettbewerblich agieren und ob die Angebotskonditionen der Ausschreibungen so gestaltet sind, dass sich Wettbewerb entfalten kann. Es geht dabei ausschließlich um den Wettbewerb privater Entsorgungsunternehmen, nicht etwa um kommunale Müllgebühren.

· Zur Organisation der Verpackungsentsorgung: Für die Entsorgung von Verpackungen sind seit 1990 die dualen Systeme zuständig. Das Unternehmen Duales System Deutschland (DSD) ist der größte Systembetreiber. Die dualen Systeme organisieren die Entsorgung von Leichtverpackungen aus Plastik, Metall, Glas und Papier meist im Gelben Sack oder der Gelben Tonne. Für die Entsorgung der Verpackungen zahlen die Verbraucher an der Ladentheke: Auf jedes verpackte Produkt wird ein Lizenzentgelt aufgeschlagen, das die Inverkehrbringer an die dualen Systeme zu zahlen haben. Diese beauftragen dann in den Regionen private oder kommunale Unternehmen mit der Entsorgung.

· Marktsituation in Deutschland: Der Markt in Deutschland für private Entsorger ist groß. Traditionell arbeiten die oft mittelständisch geprägten kommunalen und privaten Entsorger eng und gut zusammen. Grob geschätzt kann man sagen, dass im Auftrag der Kommunen der Hausmüll etwa die Hälfte aller Bundesbürger von privaten Unternehmen entsorgt wird.

Verband kommunaler Unternehmen e.V.
Invalidenstraße 91
10115 Berlin
www.vku.de

Geschäftsführer Kommunikation und Public Affairs: Carsten Wagner
Fon: +49 30 58580-220
Mobil: +49 170 8580-220
Fax: +49 30 58580-107
carsten.wagner@vku.de

Pressesprecher: Stefan Luig
Fon: +49 30 58580-226
Mobil: +49 170 8580-226
Fax: +49 30 58580-107
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Leiterin Public Affairs: Dorothea Misch
Fon: +49 30 58580-221
Mobil: +49 170 8580-221
Fax: +49 30 58580-107
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Bioabfallforum Stuttgart 2019

Pressemitteilung vom Verbund kompostierbare Produkte e.V. vom 08.07.2019

Kompostierbare Bioabfallbeutel im Fokus
Verbund fordert strenge Zertifizierung für alle Materialien

Berlin, 08.07.2019 Das baden-württembergische Umweltministerium und über 200 Teilnehmer aus Politik, Kommunen und Entsorgungsbetrieben machten auf dem diesjährigen Bioabfallforum (2. + 3. Juli) einmal mehr die Wichtigkeit der getrennten Bioabfallsammlung deutlich. Dabei standen auch bioabbaubare Sammelbeutel (BAW) im Fokus. Der Verbund kompostierbare Produkte e.V. begrüßt sehr, dass sich das Umweltministerium Baden-Württemberg in dem laufenden Projekt „MiKoBo – Mikrokunststoffe in Komposten und Gärprodukten und deren Eintrag in Böden“ auch mit den Fragen zur Abbaubarkeit von zertifiziert kompostierbaren Kunststoffen beschäftigt.

Untersucht wird dabei auch der Abbau des kompostierbaren Kunststoffs PBAT (Polybutylenadipatterephthalat). Forscher der ETH Zürich zeigten 2018 zum ersten Mal auf, dass Bodenmikroben Folien aus diesem Kunststoff als Nahrung verwenden können. Die Mikroorganismen nutzen den Kohlenstoff des Polymers sowohl für ihren Energiestoffwechsel als auch für den Aufbau ihrer Biomasse. Das bedeutet, dass PBAT im Boden vollständig biologisch abgebaut wird und, anders als z.B. Polyethylen, nicht als Mikroplastik dort verbleibt.

Michael von Ketteler, Geschäftsführer des Verbund kompostierbare Produkte e.V.: „Die aktuellen Untersuchungen können dazu beitragen, die Ergebnisse der bisherigen Studien nun in der Praxis zu bestätigen. Versuche in ioabfallverwertungsanlagen werden zeigen, dass der Verarbeitungsprozess und die Kompostqualität nicht negativ beeinflusst werden.“

Zertifiziert kompostierbare Bioabfallbeutel aus Biopolymeren stellen sich seit vielen Jahren den strengen Prüfkriterien der DIN EN 13432. „Wir fordern – im Sinne der Kompostqualität – diese strengen Zertifizierungsregeln für alle Beutel, die für die Bioabfallsammlung genutzt werden, egal aus welchem Material, auch Papier. Sie müssen chemisch charakterisiert werden und die Kriterien der Desintegration und der Kompostqualität erfüllen“, so Michael von Ketteler weiter.

Gardy Krause
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Verbund kompostierbare Produkte e.V.
Marienstraße 20, 10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 2848 2360
Fax: +49 (0)30 2848 2359
E-Mail: krause@derverbund.com
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Sechs Monate Verpackungsgesetz

Pressemitteilung vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vom 26.06.2019

Enttäuschender Auftakt: Systembetreiber verzögern Umsetzung des neuen Gesetzes – ökologische Impulse bleiben aus

Berlin, 26.06.2019. Vor sechs Monaten, am 1. Januar 2019, ist das neue Verpackungsgesetz in Kraft getreten. Es beinhaltet unter anderem eine höhere Recyclingquote für Kunststoffe und Vorgaben zur besseren Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Außerdem können Kommunen den für die Sammlung von Verpackungen verantwortlichen dualen Systemen vorgeben, auf welche Art und Weise sie sammeln sollen – beispielsweise in der Gelben Tonne oder im Gelbem Sack.

VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp dazu: „Die Bilanz nach einem halben Jahr ist ernüchternd. Einige der Probleme, die wir beobachten, wären vermeidbar, wenn die dualen Systeme ihre neuen gesetzlichen Pflichten einfach erfüllen würden. Doch vielerorts sperren sie sich dagegen – teilweise mit abenteuerlichen Argumenten.“ Kommunen und duale Systeme müssen sich in allen Gebietskörperschaften zu den Modalitäten der Verpackungsentsorgung abstimmen, etwa zu den zu verwendenden Behältnissen oder zu den Kosten für die Altpapierabholung. Hasenkamp: „Die Systeme schaffen einseitig Fakten, indem sie Sammelleistungen ausschreiben, ohne sich zuvor mit der Kommune auf ein passendes Sammelsystem zu verständigen. Damit wird das Ziel des Gesetzgebers unterlaufen, die Verpackungssammlung stärker im Einklang mit den Wünschen der Bürger zu organisieren.“

Hasenkamp weiter: „Das duale System wurde parallel zur kommunalen Hausmüllentsorgung aufgebaut. Die Steuerungsidee dahinter: Weniger und besser recycelbare Verpackungen sollen mit Hilfe einer zusätzlichen privatwirtschaftlichen Organisation in Umlauf kommen. Die Bilanz ist ernüchternd. Die Ergebnisse sprechen erkennbar gegen diese Struktur. Selbst die überwunden geglaubte Getränkedose ist wieder auf dem Vormarsch.“ Die Menge an Kunststoffverpackungen hat sich seit 1995 mehr als verdoppelt und es gibt keine verlässlichen Zahlen darüber, wie viel wirklich recycelt wird. Im Bereich der Kunststoffabfälle schwanken seriöse Berechnungen zwischen 18 und 25 Prozent, was schon vor Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes deutlich unter den geforderten Vorgaben von 36 Prozent lag. Das Verpackungsgesetz schreibt nun deutlich höhere Quoten für Kunststoffe vor: 50 Prozent derjenigen Materialien, die von den dualen Systemen eingesammelt werden, müssen recycelt werden. Hasenkamp: „Wir halten es für unrealistisch, dass die neuen Quoten in naher Zukunft erreicht werden. Es hakt an vielen Stellen.“

Schon bei der Abholung von Leichtverpackungen (Kunststoffe und leichte Metalle) zu den Sortieranlagen zeigen sich die ersten Probleme: Einige VKU-Mitglieder, die die Sammlung im Auftrag der dualen Systeme organisieren, berichten, dass die Abfälle von den Sortieranlagenbetreibern derzeit nicht abgeholt werden. Hasenkamp: „Angesichts solch grundlegender Probleme ist es kaum vorstellbar, dass die weiteren Verfahrensschritte für ein hochwertiges Recycling reibungslos laufen.“

Zudem wird das wachsende Umweltproblem der To-go-Verpackungen weiterhin einseitig auf die Kommunen abgewälzt. Nach einer aktuellen Untersuchung des Umweltbundesamtes füllen allein die „Coffee-to-go“-Becher pro Jahr rechnerisch acht Millionen typische Straßenpapierkörbe mit einem Füllvolumen von 50 Litern, ohne dass die Inverkehrbringer an den hohen Entsorgungsaufwendungen der Kommunen beteiligt werden. Hasenkamp: „Die Kommunen haben dadurch große finanzielle Aufwände, die nur sehr unzureichend von den Systemen gegenfinanziert werden. Die Folge: Die Kosten werden – über Abfall- oder Straßenreinigungsgebühren – von den Bürgerinnen und Bürgern getragen. Das darf nicht sein. Wir werden daher diesen Entsorgungsaufwand detailliert berechnen und eine Kostenerstattung durch die Systeme einfordern.“ Dafür hatten sich bereits die Umweltminister der Länder ausgesprochen.

Hintergrund zur Organisation der Verpackungsentsorgung aus Haushalten in Deutschland:

Für die Entsorgung von Verpackungen aus Haushalten sind seit 1990 die dualen Systeme („Der grüne Punkt“) zuständig. Sie organisieren die Entsorgung von Leichtverpackungen aus Plastik (z.B. den Joghurtbecher) oder Metall (z.B. die Konservendose), Glas und Papier meist im Gelben Sack oder der Gelben Tonne. Für die Entsorgung der Verpackungen zahlen die Verbraucher an der Ladentheke – oder mit der Kreditkarte im Internet: Auf jedes verpackte Produkt (z.B. einem Joghurtbecher) wird ein Lizenzentgelt aufgeschlagen, das die Inverkehrbringer an die dualen Systeme zu zahlen haben. Diese beauftragen dann in den Regionen private oder kommunale Unternehmen mit der Entsorgung. Die Kommunen sind für die Entsorgung aller übrigen Abfälle aus Haushalten zuständig wie Restmüll, Bioabfälle, Papier, Sperrmüll und Elektroschrott sowie bestimmte gefährliche Abfälle.

Verband kommunaler Unternehmen e.V.
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Leiterin Public Affairs: Dorothea Misch
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Aktion Biotonne Deutschland – Start der Aktionswochen und erste Erfolge

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine gemeinsame Pressemitteilung von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt startete am Wochenende die diesjährigen bundesweiten Aktionswochen zur Biotonne. In dieser Pressemitteilung finden Sie auch Zitate von Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes, zu unserer gemeinsamen Initiative.

Hier noch weitere Medienaktivitäten von Netzwerkpartnern der Aktion Biotonne Deutschland:

Bianca König
Projektbüro Aktion Biotonne


c/o lichtl Ethics & Brands GmbH Rheingaustraße 4

D-65719 Hofheim/Taunus

Tel +49 (0)6192 975 92-82
Fax +49 (0)6192 975 92-99

Europaweite Kampagne gegen Vermüllung „Let’s clean up Europe“: Aktionen in den kommenden Tagen

Sehr geehrte Damen und Herren,

derzeit laufen die Aktionswochen der Kampagne „Let´s clean up Europe“. Deren Ziel ist es, gemeinsam ein Zeichen gegen das Littering und den „wilden Müll“ zu setzen, um möglichst viele Menschen für das Thema zu sensibilisieren.

2018 haben sich allein in Deutschland 245.000 Menschen beteiligt und rund 1.098 Tonnen Müll aufgesammelt – damit kann man mehr als 100 große Abfallsammelfahrzeuge befüllen, die aneinandergereiht einen Konvoi von mehr als einem Kilometer bilden. In Europa waren 2018 mehr als 800.000 Freiwillige für eine saubere Landschaft unterwegs. Die Koordination der Kampagne in Deutschland übernimmt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU).

In den kommenden Tagen findet das europaweite Aktionswochenende von „Let‘s clean up Europe“ statt. Eine Auswahl der Aktionen:

  1. Berlin, WWF-Jugend mit der Aktion am 10.05 „Clean Up Thälmann-Park“: Am Ernst-Thälmann-Park am Zeiss-Großplanetarium wird aufgeräumt. https://www.letscleanupeurope.de/aktionskarte/detail/clean-up-thaelmann-park-5501/
  2. Bayern, Deggendorf, Jugendcenter 4You der Stadt Deggendorf mit der Aktion am 10.05 „Ramadama“: Aufräumen des Deggendorfer Stadtgebiets. https://www.letscleanupeurope.de/aktionskarte/detail/ramadama-5504/
  3. Brandenburg, Potsdam, Weidenhof Grundschule mit der Aktion am 10.05 „Plastikfrei in der Region“: Müllsammelaktionen und Kooperationsprojekte mit der Potsdamer Abfall-und Entsorgungsfirma. https://www.letscleanupeurope.de/aktionskarte/detail/plastikfrei-in-der-region-5259/
  4. Nordrhein-Westfalen, Paderborn, oikos e. V. mit der Aktion am 10.05 „Müllsammelaktion Monte Scherbelino“: Öffentliche Müllsammelaktion. https://www.letscleanupeurope.de/aktionskarte/detail/muellsammelaktion-monte-scherbelino-5513/
  5. Sachsen, Leipzig, Vier Fährten – Wege in den wilden Wald mit der Aktion am 10.05 „Let’s clean up Europe: Rosental Leipzig“: Aufräumen im Wald. https://www.letscleanupeurope.de/aktionskarte/detail/lets-clean-up-europe-rosental-leipzig-5510/
  6. Schleswig-Holstein, Amrum, BUND Inselgruppe Föhr – mit der Aktion am 11.05 „Müllsammelaktion und Film „A Plastic Ocean“. https://www.letscleanupeurope.de/aktionskarte/detail/muellsammelaktion-und-film-a-plastic-ocean-5317/

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit Mitteln zur Unterstützung der internationalen Zusammenarbeit gefördert und vom Umweltbundesamt begleitet.

Bei Fragen stehen wir gern zur Verfügung.

Freundliche Grüße

Ihre VKU-Abteilung Kommunikation und Public Affairs

Komm. Geschäftsführung Kommunikation und Public Affairs: Dorothea Misch

Fon: +49 30 58580-221

Mobil: +49 170 8580-221

misch@vku.de

Stellv. Pressesprecherin: Elisabeth Mader

Fon: +49 30 58580-227

Mobil: +49 170 8580-227

mader@vku.de

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